Insgesamt 290 Jahre sitzen hier nebeneinander: Hedwig Knorn (107), Helga Niermann (95) und Wilhelm Kellerhoff (88).

„Der Saal platzte aus allen Nähten“, wie man so schön sagt. Tische und Stühle wurden angebaut, damit fast 30 Besucher einen Platz im Paul-Gerhardt-Haus fanden. Alle freuten sich über Hetty, wie sie liebevoll genannt wird. Mit ihren 107 Jahren ist sie die älteste Wittenerin und vielleicht auch sogar die Älteste in NRW. Sie war zu Gast bei den Heimatfreunden Stockum/Düren am Mittwoch, 21. November 2018, und viele Erinnerungen wurden ausgetauscht. Sie wurde in Stockum im Jahr 1911 geboren und ist ihrem Stadtteil immer treu geblieben. Auch zu dem anschließenden Vortrag von Christel Schmidt über die Entstehung der Stockumer Straßennamen konnte sie einiges beitragen. Alles in allem, wieder ein gelungener und interessanter Heimatnachmittag.

Karoline Robbert

 


„Rund 70.000 Bürgerinnen und Bürger besuchen jedes Jahr den Landtag in NRW“, so Angela Freimuth. Und auch die Heimatfreunde Stockum/Düren statteten dem Landtag am Mittwoch, 14. November 2018, einen Besuch ab. Vor unserem Eintritt in das architektonisch beeindruckende Gebäude erkundeten wir das Düsseldorf Rheinufer am Medienhafen.

„Der Landtag ist das Haus der Bürgerinnen und Bürger“, so begann die Einführung: Hier erfuhren wir alles Wichtige rund um das nordrhein-westfälische Parlament und die Tätigkeiten der Abgeordneten. Der Landtag verabschiedet die Gesetze des Landes, nachdem die Abgeordneten entsprechende Entwürfe zuvor in den Ausschüssen und im Plenum beraten und debattiert haben.

Der Plenarsaal ist ein offenes Fenster zur Öffentlichkeit und Besucher sind jederzeit willkommen. Hier passiert nichts Geheimes, alles wird protokolliert und auch ins Internet gestellt. Wir konnten eine Plenarsitzung von der Besuchertribüne aus verfolgen. Zwei interessante Punkte wurden gerade verhandelt. Dabei ging es um den Kohleausstieg und die Digitalisierung. In einer Fragestunde debattierte Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit den Abgeordneten. Und auch die Grünen-Abgeordnete Verena Schäffer stellte Fragen zu diesem Thema. Bei dem anschließenden Beratungsverfahren ging es um die Digitalisierung, auch ein zurzeit sehr interessantes Thema. Und über allem wachte die Vizepräsidentin Angela Freimuth, die uns zu einer anschließenden Diskussion empfing.

Foto Lantag NRW, Text: Karoline Robbert

 

Schüsseln, Schöpfkellen, Trichter, Eimer, Kaffeekanne, Tasse, Nudelsieb und Seifenschale aus Großmutters Zeiten zieren zurzeit das Schaufenster der Heimatfreunde Stockum/Düren. Vieles wurde früher mit Emaille überzogen und besaß damit eine sehr glatte und porenfreie Oberfläche, die sich leicht reinigen und pflegen ließ.

Emaillegeschirr gehörte noch vor einiger Zeit in jede Küche. Emaille an Alltagsgeräten war eine Schutzfunktion des 19. Jahrhunderts, die einen großen Teil an handwerklicher Arbeit erforderte. Dabei handelt es sich um einen Schutzüberzug, beispielsweise für Gebrauchsgegenstände. Das Metall wird hierbei durch die Emailschicht vor Korrosion geschützt. Da die Emailschicht spröder als das darunter liegende Metall ist, kann sie bei unsachgemäßer Behandlung brechen oder abplatzen. Dieses kann man an diesen alten hier ausgestellten Haushaltsgegenständen gut erkennen. Der häufige Ausspruch „ach das platzt ja ab“ stimmt so nicht, denn ohne äußere Einwirkung platzt nichts ab. Wenn ein Teil natürlich auf einen Steinfußboden fällt, splittert die Emailleschicht.

Karoline Robbert

Der Regionalverband Ruhr (RVR) weist in der Entwurfsfassung vom 25. April 2018 des Regionalplans Ruhr ein Gewerbegebiet auf dem Vöckenberg in Witten aus. Dabei handelt es sich um eine wertvolle landwirtschaftliche Fläche von 16 bis 20 Hektar neben der A 44 zwischen der Pferdebachstraße und Stockumer Straße.

Die Heimatfreunde Stockum/Düren eV haben bereits in einem Schreiben vom 20. September 2016 an den Stadtbaurat Stefan Rommelfanger ausführlich dargelegt, warum die Ausweisung eines Gewerbegebietes an dieser Stelle nicht im Sinne der Umweltverträglichkeit infrage kommen darf.

Die Hauptargumente sind:
Temperaturausgleich: Die landwirtschaftliche Nutzung dieser Fläche ist eine wichtige Frischluftschneise und sorgt vor allem in den angrenzenden Stadtteilen für den Luftaustausch.
Boden: Nach Feststellung des geologischen Dienstes NRW wurde der hochwertige Ackerboden als sehr schutzwürdig eingestuft. Ein Verlust dieser Fläche kann nicht rückgängig gemacht werden.
Geländeklima und Lufthygiene: Bei einer Nutzung als Gewerbefläche wird aus einem Entlastungsklimatop ein Belastungsklimatop.

Der Staatssekretär Jochen Flasbarth (Bundesumweltministerium) hat am 10.08.2018 in der ARD-Sendung MOMA vorgetragen, dass Frischluftschneisen unbedingt zu erhalten sind. Auch der RVR sollte sich daran halten!

Bitte unterstützen Sie eine weitere landwirtschaftliche Nutzung des Gebietes durch Ihren Protest, um eine Umwandlung in ein Gewerbegebiet zu verhindern. Richten Sie eine schriftliche Eingabe bis Dezember 2018 an:

Regionalverband Ruhr
Referatsleiter Staatliche Regionalplanung
Michael Bongartz, Kronprizenstraße 35, 45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201/2069-563, mailto: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Biref an Ministerin Ina Schnarrenbach

Antwort vom Ministerium