Schüsseln, Schöpfkellen, Trichter, Eimer, Kaffeekanne, Tasse, Nudelsieb und Seifenschale aus Großmutters Zeiten zieren zurzeit das Schaufenster der Heimatfreunde Stockum/Düren. Vieles wurde früher mit Emaille überzogen und besaß damit eine sehr glatte und porenfreie Oberfläche, die sich leicht reinigen und pflegen ließ.

Emaillegeschirr gehörte noch vor einiger Zeit in jede Küche. Emaille an Alltagsgeräten war eine Schutzfunktion des 19. Jahrhunderts, die einen großen Teil an handwerklicher Arbeit erforderte. Dabei handelt es sich um einen Schutzüberzug, beispielsweise für Gebrauchsgegenstände. Das Metall wird hierbei durch die Emailschicht vor Korrosion geschützt. Da die Emailschicht spröder als das darunter liegende Metall ist, kann sie bei unsachgemäßer Behandlung brechen oder abplatzen. Dieses kann man an diesen alten hier ausgestellten Haushaltsgegenständen gut erkennen. Der häufige Ausspruch „ach das platzt ja ab“ stimmt so nicht, denn ohne äußere Einwirkung platzt nichts ab. Wenn ein Teil natürlich auf einen Steinfußboden fällt, splittert die Emailleschicht.

Karoline Robbert