„Willkommen im Heimatstübchen“, lautet das Motto jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr. „Klein aber fein“ - so heißt es nach der Neugestaltung im Hause Kellerhoff an der Hörder Straße 367. Über Besuchermangel können sich Karoline Robbert und Wolfgang Lippert nach der Neueröffnung am 30. April 2015 nicht beklagen: „Gut angenommen wurde das neue Angebot im Archiv zu stöbern und bei einer Tasse Kaffee und Gebäck zu klönen.– Jeder ist willkommen“, so Karoline Robbert.


Das Team: v. l. Karoline Robbert, Wolfgang Lippert und neu dabei Gisela Hartwig.

Seit der Neueröffnung ist das Heimatstübchen an jedem Donnerstag besetzt gewesen, außer in den Weihnachtsferien und an Feiertagen. Um die Öffnungszeiten aufrecht zu erhalten, wurde das Team um Wolfgang Lippert und Karoline Robbert verstärkt. „Wir haben uns Gisela Hartwig mit ins Boot geholt“, erklärt Wolfgang Lippert. Die Stockumerin kennt sich mit Computern aus und kennt fast jeden im Dorf. „Das ist eine große Hilfe“, so Karoline Robbert, „denn mittlerweile häufen sich die Anfragen nach geschichtlichen Dokumenten.“

Gefragt wird auch oft nach dem Urkataster und den ehemaligen Grenzen rund um Stockum. Zahlreiche Karten wurden dem Heimatverein zur Verfügung gestellt und mittlerweile eingescannt, so dass man diese am Computer vergrößern kann. Dabei helfen die neue Technik und die Präsenz im Internet. Die Homepage wurde inzwischen fast 8.000 Mal angeklickt, und die Erreichbarkeit per Mail hat sich bewährt. Alles in allem, eine gelungene Investition.

Im Archiv selbst gibt es eine Menge zu sehen: Die alten Fotos, meist noch in Schwarzweiß, wurden digitalisiert. Diese alten Schätze sind nun für die Allgemeinheit zugänglich. Besonders gefragt sind die zahlreichen Luftaufnahmen, denn von oben sieht „Stockum auf der grünen Insel“ besonders schön aus. Nicht zu vergessen, das Schaufenster. Es wird immer wieder umgestaltet und erfreut besonders die Stockumer. Die Kinder drückten sich zur Weihnachtszeit an der Scheibe die Nase platt. Zu schön waren die Ausstellungsstücke der Eisenbahnfreunde Witten, zuletzt mit dem Museumszug und der Ruine Hardenstein.

Angelegt wurden viele Dateien mit Bauernhöfen – einige sind nicht mehr vorhanden, dort entstanden Wohnsiedlungen. Gezeigt werden können die Stockumer Schule von 1751, der Stockumer Bahnhof, die Turnhalle, eine reine Holzkonstruktion. Auch gab es in Düren mal eine Kornmühle. Interessant sind ebenfalls die alten Amtshäuser sowie der alte Wasserturm auf dem Gerdeshof. Alle diese Gebäude gibt es nicht mehr. Nicht nur nach Fotos – auch nach Texten kann nun gesucht werden. „So können sich die Besucher über die Entwicklung von Stockum und Düren informieren“, erklärt Karoline Robbert. Die Stockumer Heimatgeschichte wird auch anhand von Dönekes über das Dorf untermalt.

Gesucht werden noch alte Dokumente, wie Urkunden, Baugenehmigungen und Karten. „Alles, was erhaltenswert erscheint, wird eingescannt, und die alten Schätze bleiben beim Besitzer.“ Die Heimatfreunde freuen sich weiterhin über reges Interesse.

Zu erreichen sind wird unter E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!