Der ehemalige Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert war zu Gast bei den Heimatfreunden Stockum/Düren am Montag, 8. Juni 2026. Er folgte einer Einladung von Bernd Wittke, der auch die Moderation übernahm. Der brillante Redner gehörte 37 Jahre dem Deutschen Bundestag an und zog mit seinem Vortrag „Deutschland – Herausforderungen und Perspektiven“ die rund 60 Zuhörer in den Bann.

Sein Vortrag umfasste ein breites Themenspektrum, von dem unerschöpflichen Bereich der Demokratie bis hin zur Digitalisierung. Er betonte dabei die Bedeutung der Charta von Paris für ein neues Europa, die nach dem Mauerfall 1989 das politische Fundament bildete. Zudem sprach er die Notwendigkeit an, die Sicherheit des Landes neu zu organisieren, angesichts der Auflösung der DDR und der Sowjetunion, des Ukraine-Kriegs sowie der Entwicklungen in den USA. Er machte deutlich, dass kein europäisches Land sich mit eigenen Mitteln erfolgreich verteidigen könne, und sprach von großen Herausforderungen für Europa und Deutschland.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem globalen Problem des Klimawandels, den heute niemand mehr bestreitet. Lammert betonte, dass dieses Problem nicht nur Deutschland betrifft, sondern eine weltweite Herausforderung darstellt. Außerdem gingen seine Ausführungen auf die Sozialversicherungssysteme, den demografischen Wandel und die Renten- und Pflegeversicherung ein, die alle Korrekturen benötigen. Er appellierte daran, dass wir alle unseren Beitrag leisten müssten und bereit für Veränderungen sein sollten, um die Stabilität unseres Landes zu sichern.
Bei der anschließenden Fragerunde kam u. a. auch ein AfD-Verbotsverfahren zur Sprache. Lammert trug sehr präzise die damit verbundenen Risiken sowohl im Falle eines Scheiterns als auch im Falle eines Erfolgs vor. Er erläuterte, dass im Erfolgsfall von jetzt auf gleich die demokratischen Vertreter ihr Mandat verlieren würden und deren Wähler sich um ihre Stimme betrogen fühlen könnten. Das Verhindern von AfD-Macht sieht er allein in der Hand der Wähler.
Mit seine Sprachgewandtheit und Humor beendete Norbert Lammert seinen Vortrag mit dem Satz: „Ich hatte mal ein wichtiges Amt: ‚Botschafter des deutschen Bieres‘.“ Als Wertschätzung für seine Teilnahme bedankten sich die Heimatfreunde mit Schokolade und zwei besonderen Bierflaschen, die sie ihm im Vereinsbeutel überreichten.
Insgesamt zeigte dieser Vortrag von Prof. Dr. Norbert Lammert, wie komplex und gleichzeitig dynamisch die Herausforderungen für Deutschland sind und wie wichtig es ist, gemeinsam und verantwortungsbewusst an Lösungen zu arbeiten.
Karoline Robbert
Fotos: Karl-Heinz Thomas
„Sauberes Stockum“, lautete das Motto einer Müllsammelaktion am Sonntag, 7. Juni 2026, der Heimatfreunde Stockum/Düren. Mit so einem großen Andrang haben die Heimatfreunde gar nicht gerechnet, denn rund 50 Stockumer, Erwachsene, Kinder und der Hund Mali waren gekommen, um für ein sauberes Umfeld zu sorgen. Auch der Bürgermeister Dirk Leistner ließ es sich nicht nehmen, diese Säuberungsaktion zu unterstützen und sammelte wie auch Ratsfrau Tanja Knopp fleißig mit.

Verantwortung für die Umwelt und somit für auch für die Gesunderhaltung für Mensch und Tier übernahmen die Teilnehmer dieser Müllsammelaktion. Mit dabei waren auch Kinder der Grundschule und des Kindergartens, wie Svea, Thilo, Elias, Emilia, Frida und Anna. Die Älteste ist 90 Jahre alt und die Jüngste fünf. Dabei geht es neben einer sauberen und gesunden Umwelt auch darum die Gemeinschaft und den Zusammenhalt zu stärken: „Wir für Witten und wir für Stockum und Düren.“
Bürgermeister Dirk Leistner und der Vorsitzende des Heimatvereins Cristian Schuh möchten ganz bewusst ein gemeinsames Verantwortungsgefühl vermitteln und Verständnis für die Umwelt schaffen. Ausgestattet wurden die Teilnehmer mit gelben und orangefarbenen Warnwesten von der der Stadt Witten sowie mit Greifzangen, Handschuhen, Eimern und Müllsäcke. Natürlich fielen, die in sieben Gruppen aufgeteilten Teams, im Ort sofort auf. Denn sie durchkämmten verschiedene Straßenabschnitte, die Hörder Straße, vom Stockumer Bruch bis zum Friedhof und vom Steinberg bis zur Dürener Straße.

Dreckecken mit Kippen und achtlos weggeworfener Müll sollten bald der Vergangenheit angehören, wünschen sich die Heimatfreunde Stockum/Düren. Die Teams brauchten nicht lange zu suchen, denn schon vor dem Heimatstübchen wurden sie fündig: Zigarettenkippen, aber auch einige Kaugummis, Kronkorken und ein Knöllchen. Hotspot und besonders auffällig war die Insel mit der Überquerungshilfe an der Ampelanlage: „Wenn die Autos hier halten müssen, fliegen diese gelben Monster aus dem Fenster“, so Tanja Knopp. “Ich habe auch mal geraucht, aber so viele Kippen können es nicht gewesen sein“, so der Vorsitzende Christian Schuh. Einige Anwohner bedankten sich bei den Sammlern für diese Aktion. Ein Zahnarzt meinte, einige Leute finden den Weg zum Mülleimer nicht, obwohl er in der Einfahrt steht.

Der Bürgermeister entdecke ein abgebrochenes Schild im Blumenbeet und informierte sofort seine Behörde. Auch dazu ist so eine Aktion gut, man sieht, was nicht in Ordnung ist und repariert werden kann. Glas und leere Flaschen sind verwertbare Rohstoffe und gehören nicht in die Umwelt. Sie können wiederverwendet werden und schonen so die Umwelt.

Viele Säcke, gelbe und blaue, mit achtlos weggeworfenem Müll kamen zusammen, darunter Plastikverpackungen, Glas-und Pfandflaschen, die nun ordnungsgemäß entsorgt oder dem Kreislauf der Wiederverwertung zugeführt werden.

Doch trotz all dieser Resultate stellten die Sammler fest: „So dreckig ist Stockum auch nicht“ und gaben den Wunsch weiter, dass sich die Bürger nun die „hohe Kunst der Wegwerfens zu Herzen“ nehmen. Die Heimatfreunde und besonders der Bürgermeister bedankten sich bei allen Teilnehmern dieser Aktion und hoffen auf ein gemeinsames Verantwortungsgefühl. Eine Wiederholungsaktion ist angedacht, um das Engagement für den Schutz der Umwelt in Stockum und Düren weiter zu fördern.
Karoline Robbert
Fotos: Karl-Heinz Thomas und Karoline Robbert

Erst am vergangenen Sonntag, 7. Juni, nahmen rund 50 Stockumer an einer Müllsammelaktion der Heimatfreunde Stockum/Düren teil. Bereits am nächsten Tag wurde jedoch wieder Abfall im Kornfeld an der Mühlenstraße/Ecke Katteloh gefunden. Auf dem Foto ist nur ein kleiner Teil des Abfalls sichtbar, rundherum war alles vermüllt. Die dortige Pausenbank wird von Radlern und Fußgängern geliebt und ist fast immer besetzt. Ein ansässiger Heimatfreunde hat diese Ecke immer im Auge und hält ständig Ordnung. Die Heimatfreunde vermuten, dass es sich nicht um Stockumer handelt, denn die haben auch dort erst einen Tag vorher aufgeräumt. Sollte die Situation sich nicht verbessern, erwägen sie, diese Bank mit dem schönsten Blick auf Stockum, die bereits mehrfach beschädigt wurde, zu entfernen. Sie bitten um mehr Achtsamkeit, damit die Ausflügler weiterhin dort Rast machen und die Aussicht genießen können.

Gut besucht war das Frühlingsfest der Heimatfreunde Stockum/Düren am Freitag, 22. Mai. Die Terrasse neben der Gaststätte Treppchen war wie schon im letzten Jahr mit Sonnenschirmen geschmückt und diesmal spielte auch der Wettergott mit. Bei angenehmen Temperaturen bis in den Abend hinein wurde gefeiert. Gefragt waren die buntgemixten Cocktails, die man aus dem Urlaub kennt. Die Heimatfreunde bedanken sich bei Jupp Velkow, dem Wirt der Gaststätte sowie bei den vielen Helfern, die zum Gelingen des Festes beitrugen. Die Heimatfreunde und viele Stockumer freuen sich schon jetzt auf das Herbstfest.
Fotos: Karl-Heinz Thomas

