
Gut besucht war das Frühlingsfest der Heimatfreunde Stockum/Düren am Freitag, 22. Mai. Die Terrasse neben der Gaststätte Treppchen war wie schon im letzten Jahr mit Sonnenschirmen geschmückt und diesmal spielte auch der Wettergott mit. Bei angenehmen Temperaturen bis in den Abend hinein wurde gefeiert. Gefragt waren die buntgemixten Cocktails, die man aus dem Urlaub kennt. Die Heimatfreunde bedanken sich bei Jupp Velkow, dem Wirt der Gaststätte sowie bei den vielen Helfern, die zum Gelingen des Festes beitrugen. Die Heimatfreunde und viele Stockumer freuen sich schon jetzt auf das Herbstfest.
Fotos: Karl-Heinz Thomas

Mit den Worten „Man geht zwar immer davon aus, dass der Ernstfall nicht eintritt, doch manchmal kommt es anders – und dann ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein und aufeinander zu achten!“, eröffnete Karl-Heinz Thomas diesen besonderen Heimatnachmittag am 20. Mai im Gemeindehaus an der Mittelstraße und wies auf die Flutkatastrophe im Juli 2021 im Ahrtal hin. Eingeladen hatten die Heimatfreunde die ehrenamtlich tätigen Tanja Knopp, Landesbetreuerin Vorsorgeschwerpunkt verantwortlich für das Krisenmanagement, Thomas Bremer von der Freiwilligen Feuerwehr, Löscheinheit Stockum, und Ralf Frede, Ausbilder beim Deutschen Roten Kreuz.

Die Heimatfreunde Stockum/Düren hatten mit Feuerwehrmann Thomas Bremer, mit DRK-Ausbilder Ralf Frede sowie Ratsfrau und Landesrotkreuzlerin Tanja Knopp (v.li.) drei kompetente Referierende für einen kurzweiligen Vortrag gewinnen können.
Klimawandel und Extremwetter schreiten voran und können ebenso wie Sabotage oder Unfälle zu einem sog. Blackout (langandauernder Stromausfall) führen; mit schwerwiegenden Folgen:
„Als erstes ist die Informationstechnik betroffen, Telefone, Internet und Fernsehgeräte fallen sofort aus, Mobilfunk und Warnapps nach einigen Stunden. Was bleibt, ist das Radio – sofern es batterie- oder kurbelbetrieben ist. Straßenbahnen bleiben an Ort und Stelle stehen und blockieren die Gleise, viele Tankstellen können keinen Kraftstoff mehr abgeben, Supermarktkassen und Geldautomaten funktionieren nicht mehr. Auch die Wasser- und Abwasserinfrastruktur funktionieren nicht ohne Strom.“ so Thomas Bremer weiter und zog folgendes Zwischenfazit: „Der Bevölkerungsschutz allein wird all diese Probleme nicht sofort lösen können, allenfalls abmildern können.“
„Das waren die schlechten Nachrichten“, so setzte Tanja Knopp zu ihrem Beitrag an. „Wenn Notfall oder Katastrophe eintreten, gibt es auch Schutz und Hilfe; und Witten ist hier im Vergleich wirklich gut aufgestellt: Das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter Bund und natürlich die Feuerwehren verfügen über sehr aktive Ortsgruppen und die Warninfrastruktur mit Sirenen und den unterschiedlichen Warnapps ist in den vergangenen Jahren auf Vordermann gebracht worden.“
Gemeinsam mit Ralf Frede stellte Knopp unterschiedliche Vorsorge- und Vorbereitungsmaßnahmen vor, auch ganz konkrete Notfallchecklisten für die ersten 72 Stunden. „Ein Notvorrat für die ganze Familie für wenigstens 10 Tage im Haus zu haben wäre gut, und Futter für die Haustiere nicht vergessen!“ Diskutiert wurde, wie man ohne Strom Essen zubereiten kann, und was man alles dazu braucht. Von ausreichend Trinkwasser, haltbaren Lebensmitteln und einer Kochgelegenheit über Hygieneartikel, Medikamente und etwas Werkzeug. „Aber nicht alles auf die letzte Minute machen“, ergänzte Ralf Frede, „sondern man sollte sich wirklich in Ruhe vorbereiten.“

Tanja Knopp, Thomas Bremer und Ralf Frede machen sich dafür stark, dass Menschen in Not geholfen wird und das Menschen sich gegenseitig helfen, in Nachbarschaft und Quartier. Aufgebaut wurden zwei Tische mit sinnvollen Utensilien für die eigene Notfallvorsorge.
Knopp und Frede stellten auch das DRK-Stützpunktsystem vor, benannten Infopunkte und die Stockumer Anlaufstelle: „Wenn in Stockum alles dunkel ist, bei der Freiwilligen Feuerwehr brennt dann noch Licht“, ergänzte Thomas Bremer.
„Es gibt wertvolle Informationen und Broschüren“, so Tanja Knopp, „mit Einkaufslisten für den Notvorrat und Checklisten für die Vorbereitung der Selbst- und Nachbarschaftshilfe beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).“ Auch sollte man die Nachbarschaft, ältere Leute und Haustiere nicht vergessen. Nützlich wäre auch ein Notfallausweis mit wichtigen Informationen über Krankheiten, Allergien, Hilfsmitteln und Notfallkontakten.

Etwa 50 Heimatfreunde, überwiegend lebensältere Menschen, besuchten diesen informativen Nachmittag. Die Folgen eines Blackout können erbehblich sein und betreffen fast alle Lebensbereiche.
Wenn man die eigene Wohnung innerhalb kürzester Zeit verlassen muss, z.B. bei einer Bombenentschärfung, gilt es die wichtigen Unterlagen griffbereit zu haben: Ausweis, Führerschein, wichtige Dokumente, Urkunden und Medikamentenplan, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht: „Alles am besten in einer wasserfesten Folie verpacken und vorher zur Sicherheit mit dem Handy abfotografieren“, rät Tanja Knopp.
Zum Abschluss gab es Beifall für die vielen guten Ratschläge. Karl-Heinz Thomas beendete diese sehr informative Veranstaltung mit den Worten „Krisenvorsorge ist absolut sinnvoll, um im Ernstfall gut vorbereitet, schnell und rationell handeln zu können.“
Karoline Robbert
Die Heimatfreunde Stockum/Düren haben am 29. April 2026 ihre turnusmäßige Jahreshauptversammlung abgehalten und einen neuen Vorstand gewählt. Im Laufe des vergangenen Jahres waren einige Herausforderungen zu stemmen, um einen neuen Vorsitzenden und Geschäftsführer zu finden, die WAZ berichtete darüber. Durch ein lebendiges Vereinsleben und interessantes Programm sowie die Vorbereitung einer transparenten Organisation konnten viele Stockumer wieder zum Mitmachen motiviert werden.
Wie schon auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezembe 2025 beschlossen, wurde Christian Schuh zum Vorsitzenden für die nächsten zwei Jahre gewählt und die Geschäfte wird Jonas Bredemeier führen. Sie bedankten sich nach ihrer Wahl bei dem scheidenden Vorstand und weiteren Aktiven, die den Verein durch die schwierige Zeit geführt haben und riefen alle Vereinsmitglieder zu weiterer engagierter Mitarbeit auf.

Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit bei den Heimatfreunden Stockum/Düren wurden geehrt: Karin Niermann, Doris Keller, Angela Beine und Christel Schmidt. Der Vorsitzende Christian Schuh (re) bedankte sich bei den langjährigen Mitgliedern und Vorstandsmitglied Gisela Hartwig (li) überreichte die Urkunden. Besonders geehrt wurde Landwirt Heinrich-Wilhelm Düren, da er sich aus Altersgründen nach langjähriger Tätigkeit aus den Vorstand zurückzieht. Die Heimatfreunde bedankten sich für seine Treue und ernannten ihn zum ersten Ehrenmitglied des Vereins.
Rund 30 Heimatfreunde aus Stockum und Düren nahmen am Mittwoch, 15. April, an einer Informationsveranstaltung im Gemeindehaus an der Mittelstraße teil. Ziel der Veranstaltung war es, insbesondere ältere Mitbürger über Gefahren durch Kriminalität an der Haustür und am Telefon aufzuklären. Hilfreiche Tipps gaben die ehrenamtlichen Senioren-Sicherheitsberater Ursula Kohlstadt und Michael Kabelitz. Sie sind seit 15 Jahren im Auftrag der Polizei im Bereich „Im Alter sicher leben“ tätig.

Gleich zu Beginn betonte Ursula Kohlstadt die Bedeutung von Aufmerksamkeit und gegenseitiger Unterstützung: „Wir müssen aufeinander auspassen und auch mal nein sagen.“ Sie wies auf drei grundlegende Regeln hin:
1. Ich lasse keinen Fremden in meine Wohnung.
2. Am Telefon spreche ich nicht über Geld und Wertsachen.
3. Niemals etwas unterschreiben – auch nicht am Klemmbrett in der Fußgängerzone.
Diese einfachen Verhaltensregeln bieten bereits einen wirksamen Schutz vor vielen Betrugsmaschen.
Gemeinsam mit Michael Kabelitz wurden typische Betrugssituationen anschaulich dargestellt. In Rollenspielen zeigten sie, wie Täter an der Haustür oder am Telefon vorgehen. Besonders thematisiert wurden Betrüger, die versuchen, sich unter einem Vorwand Zugang zu Wohnungen zu verschaffen.
Auch bekannte Methoden wie der Enkeltrick, bei dem mit erfundenen Notlagen Geld erschlichen wird, sind weiterhin verbreitet. Noch perfider sind sogenannte Schockanrufe, bei denen Betrüger dramatische Situationen vortäuschen, um ihre Opfer zur schnellen Geldübergabe zu drängen. Ein originales Telefonbeispiel machte die Vorgehensweise für die Teilnehmer besonders eindrücklich.
„So sieht leider die Realität aus“, erklärte Michael Kabelitz und riet eindringlich: „Wenn man einmal einen Fehler gemacht hat, sollte man sich nicht schämen, sondern sofort die Polizei einschalten.“
Zum Abschluss gaben die beiden Sicherheitsberater weitere praktische Tipps: „Nicht zu gutgläubig sein und mit Angehörigen ein Codewort für Notfälle vereinbaren.
Der ehemalige Kriminalbeamte und Heimatfreund Manfred Hauck ergänzte, dass auch Taschendiebe eine Gefahr darstellen. Besonders Handys, Taschen und Geldbörsen sollten stets sicher aufbewahrt werden.
Den Schlusspunkt setzte Organisator Karl-Heinz Thomas mit den Worten: „Wir wollen keine Opfer sein.“
Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmern als sehr informativ und hilfreich aufgenommen und leistete einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für Kriminalitätsprävention im Alltag.
Karoline Robbert
