„Sauberes Stockum“, lautete das Motto einer Müllsammelaktion am Sonntag, 7. Juni 2026, der Heimatfreunde Stockum/Düren. Mit so einem großen Andrang haben die Heimatfreunde gar nicht gerechnet, denn rund 50 Stockumer, Erwachsene, Kinder und der Hund Mali waren gekommen, um für ein sauberes Umfeld zu sorgen. Auch der Bürgermeister Dirk Leistner ließ es sich nicht nehmen, diese Säuberungsaktion zu unterstützen und sammelte wie auch Ratsfrau Tanja Knopp fleißig mit.

Verantwortung für die Umwelt und somit für auch für die Gesunderhaltung für Mensch und Tier übernahmen die Teilnehmer dieser Müllsammelaktion. Mit dabei waren auch Kinder der Grundschule und des Kindergartens, wie Svea, Thilo, Elias, Emilia, Frida und Anna. Die Älteste ist 90 Jahre alt und die Jüngste fünf. Dabei geht es neben einer sauberen und gesunden Umwelt auch darum die Gemeinschaft und den Zusammenhalt zu stärken: „Wir für Witten und wir für Stockum und Düren.“
Bürgermeister Dirk Leistner und der Vorsitzende des Heimatvereins Cristian Schuh möchten ganz bewusst ein gemeinsames Verantwortungsgefühl vermitteln und Verständnis für die Umwelt schaffen. Ausgestattet wurden die Teilnehmer mit gelben und orangefarbenen Warnwesten von der der Stadt Witten sowie mit Greifzangen, Handschuhen, Eimern und Müllsäcke. Natürlich fielen, die in sieben Gruppen aufgeteilten Teams, im Ort sofort auf. Denn sie durchkämmten verschiedene Straßenabschnitte, die Hörder Straße, vom Stockumer Bruch bis zum Friedhof und vom Steinberg bis zur Dürener Straße.

Dreckecken mit Kippen und achtlos weggeworfener Müll sollten bald der Vergangenheit angehören, wünschen sich die Heimatfreunde Stockum/Düren. Die Teams brauchten nicht lange zu suchen, denn schon vor dem Heimatstübchen wurden sie fündig: Zigarettenkippen, aber auch einige Kaugummis, Kronkorken und ein Knöllchen. Hotspot und besonders auffällig war die Insel mit der Überquerungshilfe an der Ampelanlage: „Wenn die Autos hier halten müssen, fliegen diese gelben Monster aus dem Fenster“, so Tanja Knopp. “Ich habe auch mal geraucht, aber so viele Kippen können es nicht gewesen sein“, so der Vorsitzende Christian Schuh. Einige Anwohner bedankten sich bei den Sammlern für diese Aktion. Ein Zahnarzt meinte, einige Leute finden den Weg zum Mülleimer nicht, obwohl er in der Einfahrt steht.

Der Bürgermeister entdecke ein abgebrochenes Schild im Blumenbeet und informierte sofort seine Behörde. Auch dazu ist so eine Aktion gut, man sieht, was nicht in Ordnung ist und repariert werden kann. Glas und leere Flaschen sind verwertbare Rohstoffe und gehören nicht in die Umwelt. Sie können wiederverwendet werden und schonen so die Umwelt.

Viele Säcke, gelbe und blaue, mit achtlos weggeworfenem Müll kamen zusammen, darunter Plastikverpackungen, Glas-und Pfandflaschen, die nun ordnungsgemäß entsorgt oder dem Kreislauf der Wiederverwertung zugeführt werden.

Doch trotz all dieser Resultate stellten die Sammler fest: „So dreckig ist Stockum auch nicht“ und gaben den Wunsch weiter, dass sich die Bürger nun die „hohe Kunst der Wegwerfens zu Herzen“ nehmen. Die Heimatfreunde und besonders der Bürgermeister bedankten sich bei allen Teilnehmern dieser Aktion und hoffen auf ein gemeinsames Verantwortungsgefühl. Eine Wiederholungsaktion ist angedacht, um das Engagement für den Schutz der Umwelt in Stockum und Düren weiter zu fördern.
Karoline Robbert
Fotos: Karl-Heinz Thomas und Karoline Robbert
