Ein weitläufiger Biergarten mit schattenspendendem Baumbestand an der damaligen Dorfstraße war das Ziel vieler Stockumer im 19. Jahrhundert. Es war die Gaststätte von Wilhelm Gröpper, „Zum Deutschen Haus“. Hier traf sich die Dorfgemeinschaft, um bei einem kühlen Bier und evtl. kleinem Imbiss die Probleme der Welt zu lösen. 

Der spätere Namen „Zur Post“ gibt den Hinweis auf die erste Stockumer Poststelle, die unabhängig von Langendreer war. Die erste Postagentur wurde am 1. Mai 1883 eröffnet, Gastwirt Wilhelm Gröpper wurde der erste Postagent und das erste Telegramm wurde am 1. Mai 1885 in diesem Haus zugestellt. 

Das Gasthaus wurde in den Jahren 1850 bis 1855 vom Landwirt Wilhelm Gröpper eröffnet. Die zentrale Lage am früheren Ortskern machte das Wirtshaus schnell zu einem beliebten Treffpunkt von Stockumer Bürgern, Bauern, Handwerkern und Bergleuten. 

Im Sommer herrschte, besonders an den Sonntagen, Hochbetrieb. Auf dem Gelände des Biergartens, gegenüber der alten Gildstelle befand sich zunächst noch ein kleines Fachwerkgebäude, das an die alte Schule angrenzte. 

Der Zugang zum Wirtshaus ging über eine Treppe und eine Veranda in das mächtige Bruchsteinhaus, das bis heute fast unverändert existiert. Seit 1993 befindet sich in den unteren Räumen ein Kindergarten. 

Ein historischer Ort, der sowohl als Wirtshaus als auch als Poststelle eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben von Stockum gespielt hat. Mit ihrer langjährigen Tradition verbindet sie das bäuerliche, handwerkliche und bergmännische Erbe des Dorfes.