
Seit Mai 2022 beherbergt das Haus von Erhard Gronau das Heimatstübchen mit dem Archiv der Heimatfreunde Stockum/Düren. Geöffnet jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr. Besucher sind jederzeit willkommen.
Davor war in dem Ladenlokal die Schreibwaren- und Buchhandlung von Gudrun Gronau, die im Jahr 2004 eröffnet wurde. Bis in die 1980er Jahre befand sich das Haus in Besitz der Familie Löbbecke, die nach dem Zweiten Welkrieg mit einen Textilwarengeschäft startete.
Mit dem Textilienverkauf begann die Familie Löbbecke bereits nach dem Krieg in dem Geschäftshaus an der Hörder Straße 371, bis sie in das neue Ladenlokal einzog und die Wohnung über dem Geschäft bezog. Anfangs handelte die Familie mit selbstgenähten und selbstgefärbten Textilien, sie auch gingen auch von Haus zu Haus, um ihre Warem anzubieten. Daneben boten sie auch einen preisweren Resteverkauf an. Im weiteren Verlauf wurde nach der Familie Löbbecke in diesem Haus Damenkonfektion angeboten, betrieben von Frau Zens unter dem Namen Modetreff.
Eine bedeutende und turbulente Episode war der Überfall auf das Textilwarengeschäft Löbbecke im Dezember 1953: Zwei maskierte Männer drangen in den Laden ein und bedrohten das Ehepaar mit einer Waffe. Herr Löbbecke leistete unbewaffnet Widerstand. Ein Schuss wurde auf die Ehefrau abgegeben, ohne sie zu treffen; der zweite Schuss ging durch die Scheibe. Die Täter ergriffen ohne Beute die Flucht. Der Überfall konnte nie aufgeklärt werden.
Das heutige Nutzungskonzept des Hauses verbindet die Erinnerung an die Vergangenheit mit der kulturellen Arbeit der Heimatfreunde, die dort ihre Archiv- und Heimatpflegearbeit leisten. Das Heimatstübchen ist bereits zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Die beiden Schaufenster des Heimatvereins werden ständig neu dekoriert.

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