
Dieses Gebäude an der Hörder Straße 319 hat eine lange und vielfältige Geschichte. Ursprünglich im Jahr 1835 als keiner Kotten und Gastwirtschaft erbaut, erwarb kurz danach Gastwirt Auferman dieses Gebäude. Ab dem Jahr 1883 befand sich der Besitz im Eigentum der Familie Steffen, die das Haus durchgehend bis 1966 als Gastwirtschaft nutzte.
Ein ganz besonderes Merkmal war, dass die Bauern und Handwerker, die hier einkehrten, ihren eigenen Humpen hatten, aus denen nur sie tranken. Von 1903 bis 1955 betrieb die zweite Generation mit Albert und Lina Steffen das Gasthaus. Von 1903 bis 1928 war in dem Gasthaus auch die Post untergebracht und Albert Steffen war während dieser Zeit Postagent. Die dritte Generation mit Hermann und Elisabeth Steffen stand bis 1966 hinter der Theke.
Im Jahr 1909 tagte in dem Saal der Gaststätte ein Schöffengericht. Es galt 51 Autofahrer zu verurteilen, die zu schnell durch den Ort gefahren sein sollen. Etwas zwei Drittel wurden kostenpflichtig bestraft, der Rest wurde freigesprochen.
Links vom Eingang befand sich von 1956-1965 die Sparkasse mit einer Zweigstelle. Nach dem Ende des Gasthausbetriebes mit der Familie Steffen haben etliche Gastwirte ihr Glück versucht, bis 2008 die Gastwirtschaft, nach 178 Jahren, endgültig geschlossen wurde. Im Jahr 2026 wurde das Haus verkauft und der Besitzer wechselte
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