Gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam bewältigen
Mit den Worten „Herzlich willkommen zu Hause“ wurde Verena Schäffer von Jonas David Bredemeier, dem Geschäftsführer der Heimatfreunde Stockum/Düren, am Mittwoch, 21. Oktober 2026, begrüßt. Die Grünen Politikerin folgte einer Einladung auf Initiative von Bernd Wittke, die mit ihrem Besuch, das ehrenamtliche Engagement für Heimat, das Miteinander der Generationen und den Zusammenhalt der Bevölkerung unterstützen möchte.
Seit dem 27.Januar sitzt Verena Schäffer aus Stockum mit im schwarz-grünen Landeskabinett als neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. Sie ist hier aufgewachsen, Witten die Wiege des Ruhrgebiets ist für mich Heimat und Verantwortung zugleich.
Foto: Karl-Heinz Thomas
Für Verena Schäffer aus Stockum, der neuen Familienministerin war es ein Heimspiel, da sie auch hier einen Wohnsitz hat und ihre politische Karriere in Witten begann. Mit 18 Jahren trat sie bei den Grünen ein und gründete in Witten die Ortsgruppe der „Jungen Grünen“, und schon ein Jahr später war sie bereits Mitglied im Landesvorstand der Grünen Jugend NRW. Bei den Kommunalwahlen 2009 wurde sie in den Rat der Stadt Witten und den Kreistag des EN-Kreises gewählt. Im Jahr 2010 zog sie als jüngste Abgeordnete in den Landtag NRW ein.

Verena Schäffer berichtete über die ersten neun Monate ihrer Tätigkeit als Ministerin und rund 60 Interessierte hörten gebannt zu. Die Stockumer Heimatfreunde freuen sich darüber, dass wir mit Verena Schäffer eine Ministerin aus unserem Dorf haben.
Im Januar 2026 hat die 39-Jährige quasi über Nacht das Amt von ihrer Parteikollegin Josefine Paul übernommen, die überraschend zurückgetreten war. „Ich hatte kaum Zeit lange zu überlegen“, waren ihre Worte und sie hat sich nach einer schlaflosen Nacht schließlich für diesen schwierigen Verantwortungsbereich entschieden. Sie sei gerne Landtagsabgeordnete und hob die Bedeutung ihrer Arbeit hervor, insbesondere im Hinblick auf Familienpolitik, Bildungsgerechtigkeit und Integration.
„Ich habe zwei Kinder und kann als Familienministerin viel zum Thema Vereinbarkeit und Beruf beitragen“, und sie betont die Bedeutung ihrer Arbeit und ihr Ziel, die Lebenssituation von Familien zu verbessern. Sie kündigte an sich für die „besten Startchancen und Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder und Jugendliche“ einsetzen zu wollen.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Frage der Integration von Flüchtlingen, insbesondere von unbegleiteten Kindern und Jugendlichen. Hier hebt sie die Notwendigkeit hervor, Minderheiten wirksam vor Diskriminierung zu schützen, während gleichzeitig die komplexe Thematik der Rückführungen angesprochen wurde. Diese Balance zwischen Humanität und Ordnung zeigt die Vielschichtigkeit ihres Amtes und es ist keine einfache Sache, wie sie es uns deutlich erklärte.
Die Notwendigkeit von Frauenhäuern und die Unterstützung von Opfern häuslicher Gewalt waren zentrale Themen, die sie ansprach. Nicht nur Frauen, sondern auch Männer, sind von häuslicher Gewalt betroffen. Dies unterstreicht die umfassende Sichtweise der Ministerin zum Thema Gewaltprävention.
Christian Walker von den Wittener Grünen, Bernd Wittke und Jonas David Bredemeier von den Heimatfreunden (v.li), gemeinsam mit Verena Schäffer. Zum Ende der offenen Veranstaltung bedankten sich die Heimatfreunde mit einem Buch über Stockum und Düren und wünschen ihr weiterhin eine glückliche Hand bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe.
Fotos (2): Karoline Robbert
„Wie schaffen Sie das alles, und dass Sie dabei immer gute Laune haben“, wurde in der anschließenden Fragerunde nachgehakt. Die Antwort: „Ich würde sagen, Politik ist ‚Bohren von dicken Brettern‘, ich mache Schritte, die ich schaffe und kann so oder so entscheiden.“ Ihre positive Einstellung und die Fähigkeit Herausforderungen zu meistern helfen ihr bei der politischen Arbeit. Mit persönlicher Leidenschaft berichtete sie über ihren Weg in die Politik, der durch gesellschaftliche Ereignisse geprägt wurde, und verdeutlichte, dass es kein einfaches Rezept für die Lösung komplexer Probleme wie Rechtsextremismus gibt.
Schäffer schloss ihren Vortrag mit der wichtigen Botschaft, dass mehr Treffpunkte und Dialogräume für die Menschen notwendig sind: „Wir brauchen mehr Orte, wo sich die Menschen treffen können, dann kann man darüber reden, wie hier heute beim Heimatnachmittag“. Der Besuch von Verena Schäffer war für die Heimatfreunde von Stockum und Düren ein Anstoß für mehr Dialog und Zusammenhalt, umso gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam bewältigen zu können.
Karoline Robbert
