
An der Stelle, wo sich heute das Restaurant Crämer befindet, stand früher ein landwirtschaftliches Stockumer Anwesen. Der Hof Schmidt hat eine lange Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 wird er erstmals erwähnt, was auf seine jahrhundertalte Bedeutung hinweist.
Dieser Hof wurde im Zuge der Flurbereinigung 1961 zum Heuweg verlagert und heißt heute Wink. Frau Winck war eine geborene Schmidt. Die Stadt Witten übernahm den alten Hof an der Mittelstraße und riss ihn 1962 ab. Hierbei dürfen wir nicht vergessen, dass es sich bei dem Hof Schmidt ursprünglich um ein ganz altes Stockumer Besitztum handelt, der dort früher dort seinen Standort hatte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der ehemalige Hof Schmidt eine zentrale Rolle in landwirtschaftlichen Geschichte Stockums spielte. Durch seine Erwähnungen in historischen Dokumenten sowie kontinuierlichen Veränderungen über die Jahrhunderte bleibt das ehemalige Anwesen ein lebendiges Zeugnis der regionalen Geschichte unseres Dorfes.

Der angrenzende Biergarten von Haus Crämer bietet eine entspannte Atmosphäre und die hauseigene Kegelbahn im Untergeschoss sorgt für Spaß und Sport.

Der ehemalige Breukersche Hof an der Ecke Gerdesstraße/Hörder Straße hat eine beeindruckende Geschichte. Ursprünglich im Schatzbuch der Grafschaft Mark im Jahr 1486 als „Doenhof“ erwähnt, war das Anwesen schon im 9. Jahrhundert dem Kloster Werden abgabepflichtig und somit ein bedeutender Hof in der Region. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte dieser Bauernhof häufig den Besitzer.
Im Jahr 1870 wird im Liegenschaftsbuch als Besitzer ein Herr Putsch genannt, dem damals auch das Gasthaus „Zum Fuhrmann“ gehörte. Zwischen 1903 und 1918 bewirtschaftete Hermann Oberschulte als Pächter den Hof, bevor die Familie Breuker ihn kaufte. Der letzte Bauer, August Breuker, zog um 1957 weg. Danach nutzte ein Herr Heckewald den Hof und richtete den „Hundehof Rex“ mit einem Tieroperationsraum und im oberen Stock eine Vogelabteilung ein – sogar das Fernsehen berichtete darüber im Jahr 1958. Bis in die 1970er Jahre diente das Gelände als Büro- und Lagerhaus der Kohlen- und Ölfirma Lanwehr.
Anschließend übernahm die Stadtverwaltung den Bauernhof. Das Anwesen zerfiel zusehends und wurde 1983 abgerissen – damals galt er als „Schandflleck“ in Stockum. Eine Baugesellschaft trug die baufällige Substanz ab, um danach den Bau in seinem alten Aussehen und Maßen neu aufrichten zu lassen, wobei das alte Erscheinungsbild bewahrt werden sollte. Das Gebäude wurde im Dezember 1885 fertiggestellt und zeigt eine gelungene Verbindung von Alt und Neu. Aus einem Schandfleck wurde ein Schmuckstück.

So sah der Gerdeshof, eines der ältesten Höfe in Stockum, kurz vor dem Abriss aus. Der hintere Teil des ehemaligen Bauernhauses blieb stehen, im neuen und alten Bereich entstanden Wohn-Appartements. Einstellplätze wurden in einem Teil des ehemaligen Kuhstalls untergebracht. Die alten Hofmauern blieben zum Glück teilweise erhalten. Sie gehören verschiedenen Jahrhunderten an und sollten denkmalgeschützt werden.

Dieses Gebäude an der Hörder Straße 319 hat eine lange und vielfältige Geschichte. Ursprünglich im Jahr 1835 als keiner Kotten und Gastwirtschaft erbaut, erwarb kurz danach Gastwirt Auferman dieses Gebäude. Ab dem Jahr 1883 befand sich der Besitz im Eigentum der Familie Steffen, die das Haus durchgehend bis 1966 als Gastwirtschaft nutzte.
Ein ganz besonderes Merkmal war, dass die Bauern und Handwerker, die hier einkehrten, ihren eigenen Humpen hatten, aus denen nur sie tranken. Von 1903 bis 1955 betrieb die zweite Generation mit Albert und Lina Steffen das Gasthaus. Von 1903 bis 1928 war in dem Gasthaus auch die Post untergebracht und Albert Steffen war während dieser Zeit Postagent. Die dritte Generation mit Hermann und Elisabeth Steffen stand bis 1966 hinter der Theke.
Im Jahr 1909 tagte in dem Saal der Gaststätte ein Schöffengericht. Es galt 51 Autofahrer zu verurteilen, die zu schnell durch den Ort gefahren sein sollen. Etwa zwei Drittel wurden kostenpflichtig bestraft, der Rest wurde freigesprochen.
Links vom Eingang befand sich von 1956-1965 die Sparkasse mit einer Zweigstelle. Nach dem Ende des Gasthausbetriebes mit der Familie Steffen haben etliche Gastwirte ihr Glück versucht, bis im Jahr 2008 die Gastwirtschaft, nach 178 Jahren, endgültig geschlossen wurde. Im Jahr 2026 wurde das Haus verkauft und der Besitzer wechselte

Die ehemalige Gaststätte Haus Steffen mit Pferdefuhrwerk und Bierwagen Anfang des 19. Jahrhunderts auf der Hörder Straße. Im Hintergrund sieht man die ev. Kirche.

Das Gasthaus an der Hörder Straße 323 besitzt eine beeindruckende Geschichte, die bis in die Zeit der Französischen Revolution zurückreicht. Während dieser Periode im Jahr 1789 suchten viele französische Familien Zuflucht in Westfalen, was auch in Stockum zu einer erhöhten Nutzung der Gasthäuser an den Hauptverkehrsstraßen führte. Ab 1790 wird die alte Chaussee befestigt und ausgebaut, was den Verkehr erleichterte.
Das Haus wurde um 1830 von dem Gastwirt Aufermann erbaut, es war damals eine Poststelle und eine Art Zollhaus, wo Fuhrleute Gebühren zu entrichten hatten. Vor dem Haus befand sich eine Wegeschranke, und der Wirt Aufermann war verpflichtet, den Wegezoll für den Landkreis Bochum, der den Ausbau der Straße finanziert hatte, einzutreiben.
Im Jahr 1870 wurde Herr Putsch Eigentümer des Hauses und die Gastwirtschaft entwickelte sich zu einem beliebten Nachtquartier. Oftmals sammelte sich dort eine ganze Wagenburg an und mit der hauseigenen Schmiede war es ein wichtiger Haltepunkt für Fuhrleute. Berichtet wird von großen Eichen unter denen die Bauern und Fuhrleute ihren „Klaren“ tranken. Der Wirt Aufermann erzählte lustige Geschichten aus dem Krieg gegen Napoleon.
Das Gasthaus gilt als das älteste bestehende im Stockum. Die Besitzer wechselten und es wurde mehrfach umbenannt. Doch erst im Jahr 1958 beseitigte man die große Kurre mit den Ringen zum Anbinden der Pferde.
Viele Stockumer kennen noch die früheren Namen der Gaststätte "Zum Fuhrmann" und "Pfeffermühle", seit Juni 2025, befindet sich in dem historischen Gebäude das Restaurant Kreiner‘s Zollhaus, www.kreiners.ruhr.

Ein Bild aus alten Tagen, aufgenommen um 1910, als Stockum noch zu Bochum gehörte. Die Gastwirtschaft August Blanke ist später auch als Gastwirtschaft von Gustav Kalthoff bekannt geworden. Sie stand an der damals noch gepflasterten Provinzialstraße, der späteren Hörder Straße.
